Eine interessante Waldbegehung über den Flissert


Der Schwarzwaldverein Denzlingen hat den Jäger und Wildtierschützer Thomas Schmieg in seinem Revier begleitet. Auf dem Weg zum Flissert wurden zunächst die beiden ökologischen Ausgleichsflächen der Gemeinde Denzlingen im Bereich der Schweizermatten und auf dem Gundelfinger Feld (siehe Bild) besichtigt. So erfuhren die Teilnehmer Hintergründe zum Ökokonto der Gemeinde, denn wer durch Bauvorhaben in die Natur eingreift, muss für den Ausgleich der verloren gegangenen Flächen sorgen. Vom Flissert-Wanderparkplatz ging es dann gemächlich durch den Wald. Thomas Schmieg kennt seinen Wald über die Jahre gut. Verständlich erklärt er Zusammenhänge zwischen Waldnutzung und Naturschutz. An verschiedenen Stellen zeigte er gut nachvollziehbar die Vorteile eines natürlich gewachsenen Mischwaldes und auf der anderen Seite die durch Monokulturen verursachten Probleme. Dies lässt sich vor allem im Gipfelbereich des Flissert beobachten, wo die angrenzenden Nachbargemeinden noch einen gesunden Mischwald pflegen, während sich der Wald auf der Denzlinger Gemarkung auf kleine Douglasien beschränkt. Nicht nur Menschen leiden unter Sonnenbrand, sondern auch Bäume. Aufgrund der gegenseitigen Beschattung im dichten Bestand bilden zum Beispiel Buchen im unteren Stammbereich kein schützendes Ast- und Blattwerk. Fehlen aber die Nachbarbäume, weil ein Waldstück, wie am Flissert, abgeholzt wurde, sind die verbleibenden Bäume plötzlich der ungewohnten Sonnenstrahlung ausgesetzt. Und mit dem typischen Sonnerbrand an der Rinde stirbt die Buche ab. Das ist schade. Im Oktober wird der Schwarzwaldverein seine Waldbegehungen fortsetzen. Dann werden der Bürgermeister und der Förster aus ihrer Sicht die Waldentwicklung erläutern.


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  • Waldbegehung

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