Wanderführer empfehlen 1Die Wanderführerinnen und Wanderführer des Schwarzwaldvereins Denzlingen kennen viele schöne Wanderungen. Diese Wanderempfehlungen werden zusammen mit einer online-Karte veröffentlicht. Das Höhenprofil der Strecke wird angezeigt und eine GPX-Datei für Ihr Smartphone oder GPS-Gerät zum Download sind möglich.
 


 

 

Besuch der wenig bekannten Schwarzenburg


Wanderführer empfehlen: Teil 5: Wanderung zur Schwarzenburg, eine der größten Burganlagen des Breisgaus

Wanderroute online


Die Schwarzenburg ist die unbekannte Schwester der Kastelburg in Waldkirch. Hoch über dem schmalen Tal des Wegelbächles liegen ihre Reste versteckt im Wald. Der Blick von den Mauern der Burg ins Rheintal ist beeindruckend. Hans Bross, Wanderführer im Schwarzwaldverein Denzlingen, beschreibt eine Wanderung auf den Schwarzenberg zur Schwarzenburg, die viel Entdeckungsmöglichkeiten bietet.

Ausgangspunkt der Wanderung ist der Wanderparkplatz am Einbollen in Denzlingen. Bei der Abzweigung der Glotter und des Lossele am Fuße des Einbollen beginnt der Präsident-Thoma-Weg. Er gehört zu den schönsten Strecken am Kandel und ist mit einer blauen Raute markiert. Namensgeber ist Dr. Emil Thoma, ehemals Universitätsprofessor der Stadt Freiburg und von 1905 bis 1920 Präsident des Schwarzwaldvereins. Der Weg bietet wunderbare Ausblicke. Jeder Denzlinger kennt das Rebhisle mit seiner tollen Aussicht in die Rheinebene und die Vogesen. Und am Wissereck genießt man den Blick auf das Föhrental auf einer bequemen Naturliege. Schmale Wanderwege schmiegen sich entlang des Bergrückens zum Luser aufwärts. Dort hat man nach 400 Höhenmetern und gelaufenen 5 km den höchsten Punkt der Wanderung erreicht. Eine Stehle beschreibt die vielen Spuren mittelalterlichen Bergbaus. Zahlreiche Gruben und ehemalige Stollen sind Zeugen einer intensiven Suche nach dem wertvollen Silber und dem beliebten Blei. Beim Luser ist der weitere Wanderweg abwärts zur Schwarzenburg mit gelber Raute markiert.

Geheimnisvolle Schwarzenburg

Es ist nicht mehr weit. Mit der Schwarzenberghütte erreicht man einen schönen Picknickplatz. Daneben liegt die Schwarzenburg. Die Schwarzenburg wurde um 1110 von Conrad von Waldkirch, dem Schirmvogt des Klosters St. Margarethen in Waldkirch, auf dem Schwarzenberg erbaut. Von da an nannte er sich Conrad von Schwarzenberg. Er war der Stammvater des Adelsgeschlechtes derer von Schwarzenberg, das vom 12. bis zum l5.Jh. im Elztal residierte und herrschte. Später wurde die Schwarzenburg verlassen und dem Verfall preisgegeben. Heute stößt man auf die Überreste von zwei Wirtschaftsgebäuden, Teile der Ringmauer, die Außenmauer eines Wehrturms, die Grundmauern der alten Kapelle und den Palas. Ein kleiner Hügel erinnert an den Standort des Bergfrieds. Der Ausblick auf Waldkirch, die Rheinebene und das Vogesenpanorama sind phantastisch. Kindern bietet die Burgruine immer Platz zum Streunen und Entdecken.

Der Rückweg verläuft gemütlich auf dem Zweitälersteig abwärts nach Waldkirch. Wenn die Füße nicht mehr tragen, ist eine Rückfahrt mit dem Linienbus nach Denzlingen zur Haltestelle Kauftreff an der Elzstraße möglich. Mit einem kurzen Fußmarsch durch das Heidach erreicht man wieder den Ausgangspunkt der Wanderung. Alle anderen wechseln oberhalb des Stadtrainsees auf einen kleinen Wanderweg mit gelber Raute Richtung Suggental und Denzlingen. Immer entlang des Waldrandes verläuft dieses letzte Stück auf wunderschönen Pfaden parallel zum Elztal. Man überquert das Wegelbächle, passiert das Felsenwässerle und erreicht schließlich das Suggental. Über den Breisgauer Weinweg direkt am Waldesrand und entlang dem Lossele erreicht man wieder den Parkplatz.

Die Wanderung bis nach Waldkirch zur Bushaltestelle Waldkircher Post ist knapp 10 km lang. Dazu braucht man ohne Burgvisite ungefähr 3 ½ Stunden. Die gesamte Rundwanderung zurück nach Denzlingen ist knapp 17 km lang. Neben der reinen Gehzeit von 5 ½ Stunden stellt die Wanderung keine hohen Anforderungen. Es gibt viele Rastmöglichkeiten und mit einem Vesper im Rucksack kann die Tour jeder laufen.