Eine Wanderung für heiße Sommertage


Wanderführer empfehlen: Teil 6: Rundwanderung im Brettental bei der Ludinmühle

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Wer an heißen Sommertagen eine schattige Abkühlung unter Bäumen sucht, wandert im Brettental im Molchenwald zum Weißen Stein. Dort findet er schöne Waldwege, liebliche Ausblicke und zum Schluss eine opulente Belohnung. Ingrid Schmidt, Wanderführerin im Schwarzwaldverein Denzlingen, beschreibt eine leichte Rundwanderung im Brettental mit individuellen Gestaltungsmöglichkeiten.

Schon die Anfahrt ins Brettental, vorbei an der Hochburg hinter Sexau und durch die engen Ortspassagen bei Keppenbach und Reichenbach fokussiert den Blick auf die lieblichen Berge des Vorschwarzwaldes. Das Tal wächst immer mehr zusammen und endet am Startpunkt der Wanderung vor der Ludinmühle. Auf dem Wanderparkplatz dahinter bei der Wassertretanlage kann man gut parken. Dort hält auch der Bus von Emmendingen.

Der Einstieg in die Wanderung ist leicht zu finden. Vor dem Parkplatz zur Ludinmühle steigt der Wanderweg in großen Serpentinen über die Weide mit schönem Blick ins Brettental. Die Tour ist gut markiert mit der gelben Raute. Auf dem Wegweiser ist ein erstes Ziel angegeben: der Obere Bergerwald. Dort ist auch gleich der höchste Punkt der Wanderung erreicht. Über den Unteren Bergerwald geht es zum Molchenwald in leichtem Auf und Ab durch den schattigen Mischwald. Besonders an heißen Tagen kühlt der Wald, wenn nur noch wenige Sonnenstrahlen den Wanderweg erreichen. Im Sommer hört man viele Vögel im Wald. Das typische „zizibäh“ der Kohlmeise, das monotone „Tschip, Tschep“ des Feldsperlings oder der melodiöse Gesang der Amsel. Manche Vögel rufen auch ihren Namen, wie der Zilpzalp oder der Kuckuck. Ein kostenloses Naturkonzert. Über den Wegweiser zum Braunen Zeichen geht es Richtung Niedertal. Tritt man aus dem Wald öffnet sich der Blick auf das Brettental und den Hünersedel. Bald kommt die Hinweistafel „Weißer Stein“. Mit Macht bricht hier weißer Quarzgang durch den Bergrücken. Das sieht man nur selten. Der Weg führt weiter bergab durch den Wald und später über offene Landschaft mit schönen Aussichten ins Niedertal. Entlang des Brettenbachs geht es zurück zum Ausgangspunkt, vorbei an Traudels Café. Dort wartet die versprochene Belohnung auf der Sonnenterasse mit einem opulenten Stück Schwarzwälder Kirschtorte. Die ist empfehlenswert. Die gesamte Wanderung ist leicht zu gehen, ohne steile Anstiege. Nur 7 km mit 220 Höhenmeter sind gut zu bewältigen.

Wer mehr Kondition hat, läuft eine größere Runde über insgesamt 11 km und 340 Höhenmeter. Bei dem Wegweiser „Oberer Bergerwald“ geht es Richtung Spießberg bzw. Scheerberg. Oben auf dem Bergkamm orientiert sich der Blick an mächtigen Windkraftanlagen. Ihre Ausmaße sind beeindruckend. Abhängig von Windrichtung und -stärke hört man ein Wummern, Surren oder Rauschen. Am meisten beeindruckt der Panoramablick über die Schwarzwaldberge, das Elztal und das weitläufige Freiamt. Über die Molchenwaldhütte stößt man wieder auf den bereits beschriebenen Wanderweg.